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Behindertenhilfen

Beratungs- und Fortbildungsangebote rund um BEST

Mit BEST (Behindertenhilfe-Effekte-Studie) dokumentieren und evaluieren Leistungserbringer in der Behindertenhilfe ihre Betreuungs- und Förderplanung. Unsere Fortbildungs- und Beratungsangebote begleiten den Einsatz des Verfahrens technisch und fachlich.

Je nach Größe Ihrer Einrichtung und je nach Thema empfehlen wir, die Veranstaltung für die Leitungsebene und Bereichs- oder Gruppenleiterebene oder für das Gesamtteam eines Bereichs zu planen. Eine Fortbildungsgruppe sollte 20 Personen nicht überschreiten, so dass eine Auseinandersetzung mit den Inhalten gut möglich ist.

1.1 Einführung

Alle Einrichtungen, die neu in BEST einsteigen, verpflichten sich zu einer Einführungsfortbildung, um die Voraussetzungen für den Einsatz von BEST in der Einrichtung zu schaffen.

Inhalte:

  • Überblick über Inhalte und Aufbau des Verfahrens
  • Dokumentation und Evaluation
  • Zielformulierung
  • Haltung
  • Anregungen zur zeitlichen Planung und zum organisatorischen Ablauf rund um BEST
  • Arbeiten mit der Online-Version
  • Aufgaben des Administrators und der BEST-Beauftragten
  • Vorbereitung des Erhebungsstarts


Dauer: 2 Tage

Termin: Nach Vereinbarung

Ort: In Ihrer Einrichtung

Referenten: Elisabeth Kessler
                 Dennis Henß


1.2 Integration von BEST in bestehende Arbeitsabläufe und Konzepte

Dokumentation kann unterschiedlichen Zwecken dienen. BEST ist ein Dokumentationssystem, das zur Evaluation entwickelt wurde und damit der Qualitätsentwicklung und -sicherung dient. Die Qualitätsentwicklung beginnt mit der Verständigung auf eine gemeinsame „Sprache“ und der Erarbeitung von Grundsätzen zur Entwicklung von Hilfeplanzielen. Sie setzt sich fort, indem die Dokumentation genutzt wird, um die Betreuungs- und Förderplanung kontinuierlich zu reflektieren und zu verbessern. Damit BEST diese und andere Beiträge zur Qualitätsentwicklung leisten kann, ist das Verfahren in den Arbeitsalltag der einzelnen Gruppen, sowie in Prozesse auf der Träger- und Leitungsebene einzubetten.
Mögliche Inhalte (je nach Bedarf):

  • Den Prozess vom Anlegen der Bögen bis zur Auswertung gemeinsam planen
  • Hinweise zur Verbesserung der Datenqualität
  • Einbettung von BEST in Gespräche mit dem Klienten
  • Verknüpfung mit dem Berichtswesen (z.B. Entwicklungsberichte)
  • Anregungen zur Handhabung einzelner Items und der Einzelfallauswertung in Team- bzw. Fallbesprechungen
  • Einbettung in bestehende Qualitätshandbücher


Dauer: ein Tag

Termin: Nach Vereinbarung

Ort: In Ihrer Einrichtung

Referentin: Daniela Macsenaere

 
1.3 Ziele reflektieren und verbessern

Ziele geben Orientierung und die Art und Weise, in der sie entwickelt und formuliert werden, spiegelt eine Grundhaltung wider. Nicht die „Unterbringung, Begleitung oder Hilfe“ ist das Ziel, sondern der zukünftige Zustand, der durch sie bewirkt werden soll. Dieser erwünschte Zustand ist im Dialog mit dem Klienten in regelmäßigen Abständen zu klären und von Natur aus individuell. Er kann beispielsweise darin bestehen, das aktuelle Wohlbefinden bei starkem körperlichem und geistigem Abbau zu erhalten oder Kontakte außerhalb der Einrichtung aufzubauen. Die Entwicklung und Formulierung von Zielen ist eine Herausforderung und erfordert vielfältige fachliche und methodische Kompetenzen wie Beobachtung, Kommunikation, Planung und Evaluation. Mit den Klienten intensiv über Veränderung und Ziele zu sprechen, eröffnet im Gespräch Möglichkeiten, die bei einer Orientierung auf Defizite oder Probleme verborgen bleiben. Ziele zu vereinbaren und festzuhalten, verrin-gert die Gefahren des Missverstehens und fördert oder provozieret sogar die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Vorstellungen von Bezugsbetreuer/-in und Klient/-in. „Kleine“ und konkrete Ziele entlasten, weil sie den Druck vermindern, „Großartiges“ erreichen zu müssen. Und eine gelungene Zielformulierung ist der erste Schritt zu erfolgreichen Maßnahmen und zur Zielerreichung.
Haben Sie Interesse, sich mit den Zielen, die in BEST dokumentiert und evaluiert werden, näher zu beschäftigen und an diesem Punkt in der Qualitätsentwicklung anzusetzen? Wir würden diesen Dialog gerne mit Ihnen führen, Ihnen Anregungen geben und sind gespannt auf Ihre Beispiele.

Inhalte:

  • Ziele dialogisch entwickeln
  • Merkmale gelungener Zielformulierungen
  • Auswirkungen der Zielformulierung auf die Zielerreichung
  • Übungen anhand von Praxisbeispielen
  • Ziele in BEST– was und wie wird evaluiert?
  • Ansatzpunkte für die Fallsteuerung

Dauer: ein Tag

Termin: Nach Vereinbarung

Ort: In Ihrer Einrichtung

Referentinnen: Elisabeth Kessler
                    Daniela Macsenaere


Haben Sie Interesse an diesem Angebot?