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EVAS-Europa - Das europäische Evaluationssystem in der Kinder- und Jugendhilfe

EVAS-Europa hat das Ziel, die Europäische Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe zur Qualitätssicherung zu initiieren und das in Deutschland etablierte Verfahren EVAS im Europäischen Dialog weiterzuentwickeln. Hierzu wurden Kontakte in verschiedene europäische Länder wie Luxemburg, Österreich, Belgien und Holland aufgebaut. Es wurden die Verfahren EVAS-Österreich und Luxemburg entwickelt, welche an die Landesbedingungen angepassten Versionen von EVAS sind. Die unterschiedlichen Gesetzesgrundlagen der Hilfeverläufe in den einzelnen Ländern machte die Entwicklung spezieller Module von EVAS, welche diese Bedingungen abbilden, notwendig. Auf diese Weise wurden Module gewonnen, welche spezifisch genug sind, die Landestyptischen Bedingungen wiederzugeben und solche, die Vergleiche zwischen den Ländern ermöglichen.

Durch eine Kooperation mit FICE Europa soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu Qualitätsentwicklungssystemen vorangetrieben werden. Der Mehrwert einer gemeinsamen europäischen Strategie liegt, in dem damit ermöglichten Austausch von national bewährten Praktiken und in der Förderung einer einheitlichen Jugendhilfeterminologie. Dies könnte ein Grundstein einer zukünftig zusammenwachsenden europäischen Kinder- und Jugendhilfe sein. Zum anderen könnte der Aufbau einer Datenbank mit vergleichbaren Modulen zur Darstellung von Effekten von Kinder- und Jugendhilfemaßnahmen in den unterschiedlichen Ländern, ein Ausgangspunkt für eine wissenschaftsbasierte gemeinsame europäische Kinder- und Jugendhilfepolitik sein. In diesem Sinne wird auch der Aufbau eines europäischen Netzes zur Strukturqualität erwogen.

Ausgehend von den Erfahrungen der Zusammenarbeit der Länder Deutschland, Luxemburg und Österreich soll die Zusammenarbeit auf weitere Länder ausgedehnt werden, um so den Wissenstransfer zwischen den Ländern im Bezug auf Qualitätssicherung möglichst breit zu gestalten.


Projektleitung: Dr. Julia Bock-Knoblauch