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Kita und Kindertagespflege

1 Fortbildungsangebote rund um QUINT

Die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung (§ 22a SGB VIII) ist für das Team einer Kindertageseinrichtung eine Herausforderung, die neben den fachlichen auch formale Anforderungen stellt. In einem vom Hessischen Sozialministerium geförderten Modellprojekt wurden gemeinsam mit der Praxis Arbeitshilfen entwickelt, die Kindertageseinrichtungen in der Umsetzung von Integrationsmaßnahmen unterstützen. QUINT  (Qualitätsentwicklung Integrationsplatz) gibt Anregungen rund um die Themen Hilfeplanung, Dokumentation und Entwicklungsberichte, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Mehr. Jugendämtern und Trägern von Kindertageseinrichtungen bietet QUINT Unterstützung in der Qualifizierung von Fachkräften sowie bei der Verständigung auf Qualitätsstandards und lässt sich im Verfahrensablauf (z.B. im Zuge des Leistungsnachweises) gut integrieren. In Hessen wurden weit über 1000 Fachkräfte aus über 635 Einrichtungen wurden in der Projektzeit mit Hilfe von QUINT qualifiziert. Diejenigen Kreise und Städte, die QUINT im Projektzeitraum in Hessen kennen gelernt haben, setzen QUINT weiterhin ein und weiten die Qualifizierung aus. Auch Fachdienste, Jugendämter, Träger und Einrichtungen außerhalb Hessens sind in den vergangenen Jahren auf QUINT aufmerksam geworden. Die Arbeitshilfen und Methoden sind daher für das gesamte Bundesgebiet nutzbar gemacht worden.
Die folgenden Fortbildungs- und Beratungsangebote richten sich an alle interessierten Fachkräfte, Träger, Jugendämter (Fachberatung) und Kommunen innerhalb und außerhalb Hessens, sowie an alle Personen und Institutionen (z.B. Frühförderung), die im Bereich der Integration tätig sind.

 

1.1 Team-Fortbildung QUINT

Sie möchten QUINT in Ihr Team einbringen, es im Team und in der gesamten Einrichtung nachhaltig implementieren und suchen Unterstützung, um diese Herausforderung gut zu meistern? Wir unterstützen Sie dabei.

Inhalte:

  • Auseinandersetzung mit dem Leitbild und Grundsätzen von QUINT
  • Gemeinsame Haltung zur Integration entwickeln
  • Integration von QUINT in den Arbeitsalltag der Kindertageseinrichtung
  • Erziehungspartnerschaft
  • Vernetzung mit wichtigen Partnern in der Integration
  • Konzeptionsentwicklung
  • Einarbeitung in die QUINT-Instrumente (Hilfeplan-Leitfaden und Dokumentationssystem)

Je nach Bedarf der Einrichtung werden weitere Themenbereiche aus QUINT vertieft.

Umfang: Je nach Größe des Teams, Anzahl der bereits qualifizierten Personen und dem individuellen Bedarf Ihrer    Einrichtung sollte der Umfang der Team Fortbildung zwei bis drei Tage umfassen.
 
Termin: nach Vereinbarung
             Wir empfehlen zwei mal 1,5 Tage in einem Zeitraum von ca. 4 Monaten

Ort: In Ihrer Einrichtung

Referentinnen: Ilka Müller 
                    Liane Schmidt
                    Daniela Macsenaere

 

2 Beratungsangebote zur Umsetzung des SGB VIII

Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe sind in den Fachabteilungen für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege gefordert, die jüngsten Änderungen im SBG VIII (Tagesbetreuungsausbaugesetz und Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz) in Kooperation mit den Trägern der Einrichtungen und Fachdiensten umzusetzen.

 

2.1 Angebote an die Träger der öffentlichen Jugendhilfe

Sie befassen sich mit der Konzeptentwicklung und Umsetzung folgender Themen und suchen Anregung und Unterstützung?

  • Die Gleichrangigkeit von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege sowie die Anforderungen an ein bedarfsge-rechtes Angebot erfordern Maßnahmen zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagespflege. Vielerorts sind in diesem Zusammenhang Fachdienste und Netzwerke auf- oder auszubauen und Konzepte zu entwerfen. 
  • Die im § 22a SGB VIII geforderte Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zum Wohle des Kindes und seiner Familie sind Teil eines Gesamtnetzwerkes, in dem u.a. die Schule, Frühförderung und Institutionen der Familienbildung zu berücksichtigen sind. Der Aufbau eines solchen Netzwerkes muss initiiert, moderiert und fachlich begleitet werden. Landkreise und kreisfreie Städte können Kooperationsstrukturen fördern, indem auf der Multiplikatorenebene (Fachabteilung Kita und Kindertagespflege, Vertreter der Fachdienste, Träger, Kommunen etc.) Kon-zepte zur Vernetzung entwickelt und an Modellstandorten erprobt werden. 
  • Damit die Kooperation der Betreuungsformen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zu einer stärkeren Zuver-lässigkeit von Kinderbetreuung und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen kann, sind Regelungen und pädagogische Konzepte gefordert, um z.B. Ausfallzeiten einer Tagespflegeperson oder die Betreuung von Kindern in Randzeiten zu ermöglichen und dabei das Wohl des Kindes nach stabilen Aufenthaltsorten und Bezugspersonen im Blick zu haben.

Rufen Sie uns an und schildern Sie uns Ihr Anliegen. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein konkretes Angebot.
Ihre Ansprechpartnerin: Daniela Macsenaere
Unser Kooperationspartner in Hessen: Hessisches Tagespflegebüro

 

2.2 Angebote an kreisangehörige Städte, Gemeinden und freie Einrichtungsträger

Sie befassen sich mit der Konzeptentwicklung und Umsetzung folgender Themen und suchen Anregung und Unterstützung?

  • Ein bedarfsgerechtes Angebot (§§ 24, 24a SGB VIII) fordert insbesondere den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren und im schulpflichtigen Alter. Grundlage sollte eine regelmäßige, solide Bedarfsplanung sein, die neben dem rein rechnerischen Bedarf an Plätzen auch fachliche Anforderungen der Bildungspläne sowie betriebswirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Eine solche Bedarfsplanung trägt dazu bei, die Familienfreundlichkeit einer Stadt oder Gemeinde zu er-höhen. Für Hessen ist die Bedarfsplanung in § 30 im Gesetz zur Zusammenführung und Änderung von Vorschriften der Kinder- und Jugendhilfe vom 18. Dezember 2006 verankert.
  • Die im § 22a SGB VIII geforderte Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zum Wohl des Kindes und seiner Familie sind Teil eines Gesamtnetzwerkes in dem u.a. die Schule, Frühförderung und Institutionen der Familienbildung zu berücksichtigen sind. Der Aufbau eines solchen Netzwerkes muss initiiert, moderiert und fachlich begleitet werden. Beim Auf- und Ausbau konkreter Verbundsysteme vor Ort unterstützen wir Sie bei Bedarf gerne.
  • Die (Weiter-)Entwicklung pädagogischer Konzeptionen ist eine Maßnahme zur Qualitätsentwicklung von Kindertagesein-richtungen (§ 22a SGB VIII) und sollte sich zukünftig an den fachlichen Grundsätzen des geltenden Bildungs- und Erzie-hungsplans orientieren. Konzeptionsentwicklung ist sowohl für die Kindertageseinrichtungen als auch für die Kindertagespflege eine Chance zur Profilbildung und Professionalisierung. Wieso also nicht die anstehende Konzeptionsentwicklung (z.B. im Bereich der Betreuung von Kindern unter drei Jahren) im Sinne einer gemeinsamen Qualitätsentwicklung nutzen und dabei die Kooperation zwischen den beiden Betreuungsformen stärken?
  • Leiter/-innen von Kindertageseinrichtungen müssen vielfältige und sich verändernde Anforderungen bewältigen. Sie möchten die Leiter/-innen Ihrer Einrichtungen in den Bereichen Rechtliche Grundlagen, Administration, Qualitätsent-wicklung, Führung, Kommunikation nach außen und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen und suchen nach einem Partner, mit dem Sie ein bedarfsorientiertes Qualifizierungskonzept entwickeln können?

Rufen Sie uns an und schildern Sie uns Ihr Anliegen. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein konkretes Angebot.

Ihre Ansprechpartnerin: Daniela Macsenaere

Haben Sie Interesse an diesem Angebot?