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Buch zu Ehren von PD Dr. Eckhart Knab erschienen

Im Lambertusverlag ist der Sammelband „Outcome in der Jugendhilfe gemessen“ erschienen (ISBN 978-3-7841-2014-0). Die Herausgeber, Michael Macsenaere, Stephan Hiller und Klaus Fischer, verfolgen mit der Publikation das Ziel, einen Überblick über die wichtigsten Wirkungsstudien im Bereich der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe zu geben. Um dies zu ermöglichen wurden ca. 50  Wissenschaftler und Praktiker gebeten, auf wenigen Seiten die zentralen Ergebnisse ihrer Studien vorzustellen. Erfreulicherweise erklärte sich der Löwenanteil der Angefragten spontan dazu bereit, einen Artikel zu dem Sammelband beizusteuern.

Die Zusammenstellung der Artikel weist eine Reihe von Besonderheiten auf:

  • Mit dem Sammelband werden zwei Jahrzehnte Wirkungsforschung abgebildet: Von ersten Zugängen in den 90er Jahren bis hin zu laufenden Studien, die sich auf aktuelle Fragestellungen beziehen.
  • Die Wirkungsstudien beziehen sich einerseits auf das Feld der Hilfen zur Erziehung, darüber hinaus aber auch auf weitere Arbeitsfelder, wie z. B. Eingliederungshilfe und Psychomotorik.
  • Die 46 vorliegenden Beiträge bilden die methodologische Vielfalt von Wirkungsstudien ab. Es sind quantitative wie auch qualitative Studien vertreten, aber auch Reviews und methodologische Annährungen an das Thema Wirkungsmessung. Es sind zeitlich begrenzte Projekte wie auch zeitlich nicht limitierte Verfahren berücksichtigt.
  • Evaluationen – und damit auch wirkungsorientierte Evaluationen - zeichnen sich im Gegensatz zur Laborforschung dadurch aus, dass wissenschaftlich fundierten Untersuchungsinstrumente nicht in einem künstlichen Setting, sondern in der Praxis zum Einsatz kommen. Daher war es nur folgerichtig, die Beiträge in diesem Buch nicht auf die wissenschaftliche Sicht zu beschränken, sondern auch bewusst wissenschaftlich interessierte Praktiker zu Wort kommen zu lassen.


Das Buch ist Dr. Eckhart Knab, dem Gründungsdirektor des Instituts für Kinder- und Jugendhilfe und Privatdozent (PD) an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln, zum 70. Geburtstag gewidmet. Eckhart Knab initiierte schon in den 80er Jahren, also lange bevor wirkungsorientierte Evaluationen en vogue waren, empirische Untersuchungen zur Heimerziehung. Damit sollten – damals ein Novum – nicht nur die Strukturen und Prozesse, sondern auch die Ergebnisse der Heimerziehung hinterfragt werden. Aus diesem, damals durchaus kontrovers diskutierten Zugang entwickelte sich 1995 das Institut für Kinder- und Jugendhilfe. Die Forschungsaktivitäten von Eckhart Knab waren immer intrinsisch geleitet. Dies erklärt, dass er auch heute noch, nach Vollendung des 70sten Lebensjahres, mit nahezu unverminderter Intensität in Forschung und Lehre tätig ist.

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