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IKJ evaluiert NRW-Modellprojekt zum Jugendstrafvollzug in freien Formen

Seit Oktober 2012 evaluiert das IKJ das NRW-Modellprojekt „Jugendstrafvollzug in freien Formen“. Hierbei wird die Endphase der verhängten Jugendstrafe in einer Einrichtung der Jugendhilfe im Rahmen einer Intensivgruppe mit sieben Plätzen vollzogen. Dadurch sollen die jungen Gefangenen noch individueller und effektiver gefördert werden als in Jugendhaftanstalten. Als Piloteinrichtung wurde nach den Worten des Justizministers im Einvernehmen mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport sowie dem Landesjugendamt Rheinland das Jugendhilfezentrum Raphaelshaus in Dormagen (www.raphaelshaus.de) ausgewählt, wo das Modellprojekt in der intensivpädagogischen „Horst-Wackerbarth-Gruppe“ durchgeführt wird. Mit dem Jugendstrafvollzug in freien Formen beschreitet NRW neue Wege (es gibt ihn in ähnlicher Form bereits in Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen). Zielgruppe sind bevorzugt Jugendliche mit einem Aufnahmealter zwischen 14 und 17 Jahren. Das Modellprojekt ist auf drei Jahre angelegt.

Zur tiefergehenden wissenschaftlichen Fundierung und stärkeren Praxisverortung im Arbeitsfeld des Jugendstrafvollzugs wurde im Rahmen dieses Forschungsprojekts die Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen vereinbart. Durch diese Kooperation ergibt sich die Möglichkeit, die Entwicklungsverläufe der Jugendlichen der Horst-Wackerbarth-Gruppe mit denen von Vergleichsgruppen aus dem geschlossenen Jugendstrafvollzug gegenüberzustellen und so die Aussagekraft der Evaluationsergebnisse deutlich zu erhöhen.

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