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Übergang in Kita erleichtern

„Auf die Eltern kommt es an“ – Hessen startet neues Projekt Staatssekretärin Müller-Klepper: „Kinder bei Eingewöhnung optimal unterstützen“ Bewerbungsfrist für Kitas, Tagespflegepersonen und Eltern bis 1. Oktober 2011

Wiesbaden. Für Kinder in Hessen soll der Einstieg in die außerfamiliäre Kinderbetreuung in einer Kindertagesstätte oder bei Tagesmüttern und -vätern  leichter werden. Mit dem neuen Projekt „Auf die Eltern kommt es an“ will das Sozialministerium die Kooperation zwischen Eltern und Betreuern in der Zeit der Eingewöhnung der Kinder in der Kita oder Betreuung durch Tagespflegepersonen verbessern, damit der Übergang gelingt. 

Staatssekretärin Petra Müller-Klepper gab heute mit dem Aufruf zur Beteiligung am Projekt, das im Zuge der Umsetzung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans erfolgt, den Startschuss. „Für viele Kinder bedeutet der Einstieg in die Kita oder Betreuung in Tagespflege die erste Trennung von den Eltern. Dies ist eine Zeit des Umbruchs und der Verunsicherung, aber auch eine Zeit, in denen Kinder große Entwicklungsschritte machen. Gelingt es allen Beteiligten – Eltern, Kindertagesstätten sowie Tagesmüttern und -vätern – Stabilität und Sicherheit zu geben, dann geht das Kind gestärkt in die neue Lebensphase. Es lernt, mit Veränderungen positiv umzugehen“, erklärte die Familien-Staatssekretärin.

An drei Modellstandorten sollen Konzepte auf der Basis des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder unter drei Jahren entwickelt und umgesetzt werden, die sich in die Kita oder in Betreuung durch eine Tagespflegeperson eingewöhnen. Dabei kommt den Eltern eine besondere Rolle zu. „Ein wesentliches Anliegen des Projektes ist es, Eltern so fit zu machen, dass sie ihre Kinder optimal unterstützen können. Die Festigung einer echten Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Einrichtungen oder Kindertagespflegestellen und Eltern ist ein großes Ziel“, betonte Petra Müller-Klepper. 

Kitas und Tagespflegestellen sollen mit den Erziehungsberechtigten zum Wohl der Kinder von Anfang an zusammenarbeiten. Dies soll erreicht werden, indem sich Eltern und Fachkräfte mit Themen wie der Eingewöhnung bzw. der Gestaltung von Übergängen, den Themen Umwelt, Natur und Gesundheit partnerschaftlich und auf Augenhöhe auseinandersetzen und darin vor Ort fachlich begleitet werden. „Eltern sind nicht nur ‚Konsumenten‘ erbrachter pädagogischer Leistungen des Fachpersonals einer Einrichtung, sondern unverzichtbare Partner bei der Schaffung optimaler Entwicklungsbedingungen für ihre Kinder“, verdeutlichte die Staatssekretärin. 

Für „Auf die Eltern kommt es an“ stellt das Sozialministerium Mittel in Höhe von knapp 160.000 Euro zur Verfügung. Mit der Durchführung ist das Institut für Kinder- und Jugendhilfe Mainz (IKJ) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. mult. W. Fthenakis und dem Institut für Frühpädagogik in München beauftragt. Mit dem Projekt, das bis 2013 läuft, sollen tragfähige Beispiele erstellt werden, wie zwischen Eltern, Kindertagespflege und Einrichtungen eine vertrauensvolle, gewinnbringende und auf Augenhöhe stattfindende Zusammenarbeit erfolgen kann mit dem Ziel, dass auch andere Einrichtungen in Hessen davon profitieren können. Einrichtungen und Tagesmütter sowie -väter können sich zusammen mit interessierten Eltern bis 1. Oktober 2011 bewerben. Jede Modellregion soll sich zusammensetzen aus:

• 7 - 10 Fachkräften aus 3 Tageseinrichtungen für Kinder
• 3 - 5 Kindertagespflegepersonen
• 30 - 35 Eltern, deren Kinder in den Einrichtungen bzw. in der Kindertagespflege aufgenommen und eingewöhnt werden. 

Mehr Infos zur Bewerbung gibt es bei Daniela Macsenaere vom Institut für Kinder- und Jugendhilfe, Email: , Telefon: 06131/ 94797-42.

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