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OAG

Evaluation der Otmar-Alt-Gruppe – ein Modellprojekt zur Evaluation und Qualitätsentwicklung eines stationären Erziehungshilfekonzepts zur pädagogisch-therapeutischen Betreu-ung sexuell auffällig gewordener Jugendlicher.

Auftraggeber

Das Projekt wird mit Mitteln der Stiftung Aktion Mensch gefördert.

Projektträger

Träger des Projekts ist das Jugendhilfezentrum Raphaelshaus in Dormagen.
Die operative Durchführung des Projekts liegt beim Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ).

Laufzeit

Die Laufzeit des Projekts beträgt 3 Jahre (01.05.2006 – 30.04.2009).

Projekthintergrund

Die „Otmar-Alt-Gruppe“ ist eine von zwei so genannten „Kick-Off-Gruppen“ des Raphaelshauses in Dormagen. Die Kinder und Jugendlichen in diesen Gruppen haben gesellschaftlich massiv Anstoß erregt und gegen viele Maximen und gesellschaftliche Regeln verstoßen. In den Gruppen mit der Markenbezeichnung „Kick-off-Gruppe“ werden besondere Qualitätsmerkmale (u. a. eine starke erlebnispädagogische Ausrichtung) zusammengefasst, um diesen jungen Menschen eine neue und oftmals letzte Chance zu geben (vgl. www.raphaelshaus.de).
Zielgruppe des Evaluationsprojekts ist die neu gegründete „Otmar-Alt-Gruppe“, in der 7 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, die im Vorfeld der Hilfe sexuell stark auffälliges Verhalten gezeigt haben, intensiv-pädagogisch und therapeutisch betreut werden.

Projektauftrag

Mit der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojektes „Otmar-Alt-Gruppe“ werden folgende Zielsetzungen verfolgt:

  1. Es sollen die Effekte der Gruppe mit wissenschaftlichen Methoden dokumentiert werden.
  2. Über eine detaillierte Erfassung der Gruppenstruktur und der einzelfallbezogenen Pädagogik sowie der dokumentierten Effekte sollen Aussagen zu spezifischen Wirkfaktoren der neuen Gruppe gewonnen werden.
  3. Auf Grund der intensivpädagogischen Gruppenstruktur und den damit verbundenen höheren Kosten als in regulären Heimgruppen sollen Aussagen zur Effizienz, d. h. der Kosten-Nutzen-Relation des Angebots, auf betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Ebene gemacht werden.
  4. Durch die Erforschung der Wirkungen und der Wirkfaktoren wird eine nachhaltige Optimierung der Konzeption und der pädagogischen Methoden angestrebt.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation sollen eine empirisch-fachlich fundierte Argumentation nach innen und nach außen ermöglichen. Insbesondere soll überprüft werden, inwieweit die „Otmar-Alt-Gruppe“ als geeignetes pädagogisches Modell in der Kinder- und Jugendhilfe gelten kann.

Projektleitung: Joachim Klein