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Prävention (sexualisierter) Gewalt in katholischen Einrichtungen der Erziehungshilfe

Prävention (sexualisierter) Gewalt in Einrichtungen und Diensten der katholischen Erziehungshilfe

Auftraggeber

Das Projekt wird mit Mitteln der Stiftung Glücksspirale gefördert.

Projektträger

Träger des Projekts ist der Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V. (BvkE).
Die operative Durchführung des Projekts liegt beim Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ).

Laufzeit

Die Laufzeit des Projekts beträgt 3 Jahre (1.7.2011 – 30.6.2014).

Beteiligte

An dem Projekt nehmen 12 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen teil.

Projekthintergrund

(Sexualisierte) Gewalt dringt nur in Ausnahmefällen an die Öffentlichkeit. Die von Fachleuten vermutete enorm hohe Dunkelziffer ist begründet in den damit verbundenen Emotionen wie Scham, Furcht, Hilflosigkeit, Wut oder Entsetzen. Nach Schätzungen aus dem Jahr 1987 wird etwa jedes dritte bis vierte Mädchen durch Vater, Stiefvater, Onkel oder einen ihr zumindest nahe stehenden Bekannten sexuell missbraucht. In diesen Fällen sind 98% der Täter Männer, die zu 75% aus der Familie kommen. Es liegen aktuell keine gesicherten Zahlen über Vorfälle sexuellen Missbrauchs bzw. physischer und psychischer Gewalt für die Erziehungshilfe vor. Allerdings mehren sich in den letzten Monaten die Meldungen über derartige Vorfälle – auch in Einrichtungen in katholischer Trägerschaft.

Damit es zukünftig möglich ist, Kinder und Jugendliche gegen (sexuellen) Missbrauch und Gewalt innerhalb von Jugendhilfeeinrichtungen nachhaltig zu schützen, müssen zum einen Schwächen und Fehler in der Vergangenheit aufgedeckt und analysiert werden, zum anderen ist eine intensive Präventions- und Aufklärungsarbeit mit systematisierten Handlungsempfehlungen für die Mitarbeiter in den betreuenden Einrichtungen notwendig.

Projektauftrag

Das Projekt verfolgt vorrangig die folgenden Ziele:

  1. Entwicklung einer Checkliste mit Standards zur Prävention von (sexuellem) Missbrauch und Gewalt in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen,
  2. Untersuchung von Präventionsstrategien in Vergangenheit und Gegenwart sowie von aktuellen Entwicklungen für die Zukunft,
  3. Entwicklung von Empfehlungen für adäquate Präventionsstrategien,
  4. wissenschaftlich begleitete Implementierung und Evaluation dieser Empfehlungen in einer ausgewählten Zahl von Jugendhilfeeinrichtungen.

Projektleitung

Joachim Klein (IKJ)
Michael Gassmann (IKJ)

Downloads

Die Downloads zum Projekt Prävention sexualisierter Gewalt finden Sie in unserem Downloadbereich.