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Wissenschaftliche Begleitung der Gruppe Murialdo

Wissenschaftliche Begleitung der Intensivpädagogischen Gruppe „Murialdo“ im Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz

Auftraggeber

Das Projekt wird mit Mitteln des Hessischen Sozialministeriums gefördert.

Projektträger

Träger des Projekts ist das Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz.
Die operative Durchführung des Projekts liegt beim Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ).

Laufzeit

Die Laufzeit des Projekts beträgt 3 Jahre (1.10.2012 – 30.9.2015).

Beteiligte

Alle Kinder der Intensivpädagogischen Gruppe Murialdo.

Projekthintergrund

In der Intensivpädagogischen Gruppe Murialdo werden bis zu acht männliche, strafunmündige Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren aufgenommen. Diese Jungen weisen in der Regel eine Vielzahl unterschiedlicher Problemlagen auf, z. B.:

  • emotionale Störungen,
  • aggressive, delinquente und massiv oppositionelle Verhaltensweisen,
  • Störungen der Impulskontrolle,
  • Suchtmittelgefährdung,
  • Fremd- und/oder Selbstgefährdung

Die auf einen Zeitraum von bis zu 2 Jahren angelegte intensivpädagogische Hilfe zielt ab auf die ganzheitliche Förderung der Persönlichkeit der Kinder. Um die Selbst-, Sozial- und Handlungskompetenz der Kinder zu fördern, sollen zum einen vorhandene Ressourcen weiter entwickelt und gestärkt, zum anderen Störungen behandelt und Defizite bearbeitet werden.

Projektauftrag

Mit der wissenschaftlichen Begleitung der Intensivpädagogischen Gruppe werden folgende Zielsetzungen verfolgt:

  1. Es sollen die Effekte der Gruppe mit wissenschaftlichen Methoden dokumentiert werden.
  2. Eine detaillierte Erfassung von individueller Ausgangslage der Jugendlichen, Gruppenstruktur und einzelfallbezogener Pädagogik soll in Bezug gesetzt werden zu den Effekten. Damit können Aussagen zu spezifischen Wirkfaktoren der Intensivpädagogischen Gruppe gewonnen werden.
  3. Die Intensivpädagogische Gruppe im JHZ Sannerz ist ein Pilotprojekt. Die Erforschung der Wirkungen und der Wirkfaktoren hat unmittelbaren Einfluss auf die Optimierung der Konzeption und der pädagogischen Methoden.
  4. Für die innerhalb des Projektzeitraums abgeschlossenen Hilfen sollen – soweit möglich – auch über den Hilfeabschluss hinaus Daten erhoben werden, um Aussagen zur Nachhaltigkeit der Hilfen machen zu können.
  5. Aufgrund der intensivpädagogischen Gruppenstruktur fallen höhere Kosten als in regulären Heimgruppen an. Daher ist es wichtig, Aussagen zur Effizienz, d. h. der Kosten-Nutzen-Relation, zu machen. Dies kann erreicht werden, indem die dokumentierten Effekte (und ihr volkswirtschaftlicher Nutzen) auf die entstehenden Kosten bezogen werden.

Projektleitung

Joachim Klein (IKJ)