Sie befinden sich auf der Seite: Startseite » Aktuelles » Newsreader

Informationen zu den Beteiligungsmöglichkeiten an der wissenschaftlichen Begleitung des Dialogprozesses „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ im Auftrag des BMFSFJ

Bitte klicken Sie hier, um direkt zu den FAQs zu gelangen.

 

Informationsschreiben zur Betroffenen- und Fachkräftebeteiligung im Rahmen der wissenschaftliche Begleitung des Dialogprozesses „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

  

Sehr geehrte Damen und Herren,

 um im Rahmen des Dialogprozesses „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ eine möglichst breite Partizipation von Betroffenen und Beteiligten der Jugend- und Eingliederungshilfe sowie der angrenzenden Arbeitsfelder zu ermöglichen, sind wir auf die Mitwirkung von Dach-, Spitzen- und Fachverbänden, Arbeitsgemeinschaften, koordinierenden Landesstellen, Interessenvertretungen und weiteren Fach- und Verwaltungspartnern angewiesen. Wir laden Sie herzlich ein als Multiplikator*innen am Dialogprozess „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ mitzuwirken und die mit Ihrer Organisation assoziierten Einrichtungen, Dienste, Fachkräfte und Betroffenen über die Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung in Kenntnis zu setzen. Durch die Wahrnehmung Ihrer Multiplikatorenfunktion können Sie aktiv zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe beitragen.

 Vom Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) und seinen Forschungspartner*innen werden bundesweit

  • Interviews mit jungen Menschen und Eltern(teilen) zu ihren Erfahrungen mit Jugendhilfe und Familiengerichtsbarkeit,
  • regionale Fokusgruppen mit Fach-, Führungs- und Koordinationskräften der Jugend- und Eingliederungshilfe und den Professionen der angrenzenden Arbeitsfelder (bspw. Lehrer*innen, Pädiater*innen, Familienrichter*innen uva.) sowie
  • standardisierte Befragungen von Betroffenen und Beteiligten des Jugendhilfesystems und der angrenzenden Arbeitsfelder durchgeführt.

Für die Ermöglichung dieser Erhebungen ist das Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) sowohl auf die Mitwirkung der Fachinstitutionen der Jugend- und Eingliederungshilfe in öffentlicher und freier Trägerschaft, als auch auf die Beteiligung der Berufsstände der angrenzenden Arbeitsfelder – Schule, medizinische Versorgung, Familiengerichtsbarkeit u.v.a.m. – angewiesen. In diesem Sinne bitten wir um eine Interessenbekundung von leistungsgewährenden und –erbringenden Einrichtungen sowie Professionellen im erweiterten Unterstützungsnetzwerk von Familien, wenn diese bereit sind:

  1. in regionalen Fokusgruppen die strukturellen Veränderungsbedarfe des SGB VIII zu diskutieren,
  2. Zugänge zu betroffenen jungen Menschen mit und ohne Behinderungen und/oder Personensorgeberechtigten herzustellen, die erfahren im Jugendhilfesystem sind,
  3. sich an einer standardisierten Befragung zu strukturellen Veränderungsbedarfen zu beteiligen.

Wenn Sie die Chance nutzen möchten diesen Prozess, der das Handlungsfeld einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe nachhaltig prägen wird, mit ihrer Expertise anzureichern und aktiv zu dessen Gestaltung beizutragen, lassen Sie uns Ihre Interessenbekundung unter Angabe der gewünschten Beteiligungsform (gerne über die Angabe der Variante a-c) bis zum 19.10.2018 zukommen.

Die Interessenbekundung sowie Rückfragen und Anmerkungen richten Sie bitte direkt an die zuständige Projektkoordination des Instituts für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ):

Monika Feist-Ortmanns M.A.

Fon:          +49 (6131) 94797-82

Fax:          +49 (6131) 94797-77

Email:       feist-ortmanns@ikj-mainz.de

 

Mainz, den 01.10.2018, gez. Prof. Dr. Michael Macsenaere

                            gez. Monika Feist-Ortmanns

 


 

FAQs zur Beteiligung an der wissenschaftlichen Begleitung des Dialogprozesses „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ)

Q: Handelt es sich bei dem, im Informationsschreiben genannten Termin (19.10.2018) bis zu dem die Interessenbekundungen eingehen sollen, um eine Ausschlussfrist?

A: Nein, auch nach dem 19.10.2018 können gerne Interessenbekundungen eingereicht werden, die bis Ende Oktober auch noch vollumfänglich berücksichtigt werden können. Mit Beginn der Erhebungsphase im November ist dies nur noch eingeschränkt möglich.

 

Q: In welcher Form sollen die Interessenbekundungen eingereicht werden?

A: Eine formlose Email an die Projektkoordination feist-ortmanns@ikj-mainz.de ist für die Interessenbekundung ausreichend. Enthalten sein sollten neben den Kontaktdaten, Informationen zu der Einrichtung, dem Arbeitsfeld und ggfs. –schwerpunkt sowie der Zielgruppe. Darüber hinaus sollte eine Angabe erfolgen, für welche Beteiligungsform (a) Beteiligung an einer regionalen Fokusgruppe, b) Zugang zu Betroffenen für Interviews herstellen, c) Teilnahme an einer standardisierten Befragung) ein Interesse besteht.

 

Q: Sollen die Interessenbekundungen direkt von den leistungsgewährenden, bzw.-erbringenden Einrichtungen/ Professionellen an das IKJ gerichtet werden oder gesammelt über verbandliche Strukturen?

A: Vorgesehen ist die Interessenbekundung der einzelnen Institutionen/Professionellen an das IKJ. Wenn es von verbandlicher Seite gewünscht/leistbar ist, kann auch eine gesammelte Interessenbekundung der Mitgliedseinrichtungen eingereicht werden, wenn die o.g. Informationen zu jeder einzelnen Institution enthalten sind.

 

Q: Wie groß ist der Zeitaufwand für die jeweilige Erhebungsform?

A: Der Zeitaufwand divergiert zwischen den Erhebungsformen. Auf die Teilnahme an einer regionalen Fokusgruppe entfällt ein einmaliger Zeitaufwand von ungefähr 90 Minuten + ggfs. Anreise; die Interviews mit Betroffenen werden aufsuchend, also ‚vor Ort‘ durchgeführt und bedeuten für die Teilnehmenden einen einmaligen Zeitaufwand von ca. 60 Minuten; die standardisierten Befragungen werden onlinebasiert durchgeführt und nehmen voraussichtlich 10 Minuten Bearbeitungszeit in Anspruch.

 

Q: Welche Arten der Beteiligung sind für Betroffene (Eltern, junge Menschen) vorgesehen?

A: Die Adressaten der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe können

1.)    in episodischen Interviews ihre Erfahrungen mit dem Jugendhilfesystem schildern und aus ihrer Sicht Veränderungsbedarf rückmelden. Die Interviews sind inhaltlich nicht vorstrukturiert, sondern orientieren sich an den Themen der Betroffenen.

2.)    an einer standardisierten Befragung teilnehmen, um die, in den Interviews genannten Themen, Bedarfe und Erwartungen mit ihrem Erfahrungswissen zu bewerten.

 

Q: Wie werden die Interviews mit Betroffenen durchgeführt?

A: Die max. 60minütigen Interviews werden bei den Betroffenen ‚vor Ort‘ durchgeführt, so dass keine Anreisewege für eine Teilnahme entstehen. Sie werden von Interviewer*innen des Instituts und dessen Forschungspartnern durchgeführt, die im Vorfeld besonders hinsichtlich der Erhebungsmethode und traumapädagogischer Aspekte geschult wurden. Bei der Durchführung der Interviews ist die Begleitung der Teilnehmenden durch eine Vertrauensperson aus ihrem Umfeld obligatorisch, können/wollen diese keine Person aus ihrem Umfeld benennen, wird eine externe pädagogische Fachkraft als neutrale Bezugsperson gestellt, die das Wohl der Interviewten während der Erhebung im Blick behält. Die teilnehmenden Personen werden in der Vorbereitung umfassend über das Ziel und die Verfahrensweise des Interviews aufgeklärt und darauf hingewiesen, dass sie eine Teilnahme jederzeit widerrufen/beenden können, ohne dass ihnen Nachteile in irgendeiner Form daraus entstehen.

 

Q: Welche Beteiligungsformen sind für Professionelle der Jugend- und Eingliederungshilfe sowie der angrenzenden Arbeitsfelder vorgesehen?

A: Beide Gruppen können

1.)    in einer regionalen Fokusgruppe strukturelle Veränderungsbedarfe des Jugendhilfesystems diskutieren

2.)    in einer onlinebasierten, standardisierten Befragung die identifizierten Veränderungsbedarfe sowie Erwartungen an einen Modernisierungsprozess der Kinder- und Jugendhilfe mit ihrem Expert*innenwissen bewerten

 

Q: Wie ist der weitere Verfahrensablauf nach dem Einreichen der Interessenbekundung?

A: Nach Ende des Interessenbekundungsverfahrens sortiert das Institut alle eingegangenen Bekundungen für die jeweilige Erhebungsform, um eine strukturell ausgewogene Zusammenstellung der Teilnehmenden zu gewährleisten. Ziel ist es, dass jede/r, der/die sich beteiligen möchte, das auch kann. Leider kann unter der Prämisse der Ausgewogenheit nicht garantiert werden, dass dies jeweils auch in der präferierten Mitwirkungsform geschehen kann, ggfs. kann es notwendig werden eine alternative Erhebungsform in Betracht zu ziehen. Im Anschluss an diesen Prozess kommt das Institut auf jede interessierte Einrichtung/bzw. Fachkraft zu, um die konkrete Mitwirkungsmöglichkeit zu besprechen und organisatorische Absprachen zu deren Umsetzung zu treffen. Je nach Erhebungsform wird diese erste Rücksprache in der Zeit von Ende Oktober bis Ende November 2018 erfolgen.

 

Q: Wie ist der zeitliche Ablauf der Erhebung geplant?

A: Da die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung formativ in den Dialogprozess Mitreden- Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe einfließen sollen, ist die Erhebung sehr zeitnah und stringent geplant: Die Durchführung der Interviews mit Betroffenen beginnt im November und soll bis Jahresende (2018) abgeschlossen sein, die regionalen Fokusgruppen starten im Dezember 2018 und werden bis Ende Februar 2019 durchgeführt, die standardisierten Befragungen beginnen März und werden bis Mai 2019 durchgeführt.

 

Q: Was passiert mit den Ergebnissen der Erhebungen?

A: Die Ergebnisse aller Erhebungsformen werden thematisch zugeordnet in den AG-Sitzungen des Dialogprozesses präsentiert und bilden dort eine der Diskussionsgrundlagen. Auf diese Art ist es möglich, dass die Rückmeldungen ‚aus der Praxis‘ und die Sichtweisen der Betroffenen direkt in den Dialogprozess „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ einfließen. Darüber hinaus ist geplant, dass die Ergebnisse auf der Website des Dialogprozesses zeitnah öffentlich einsehbar sind.

Zurück