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Gemeinsam für Familien!

Frankfurter Kitas und Kindertagespflegepersonen entwickeln familienorientierte Kooperationsmodelle

Hintergrund

Seit den Änderungen des SGB VIII im Jahr 2005 haben Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen einen gemeinsamen fachlichen Auftrag. Dieser macht den Aufbau gleichrangiger Kooperationsbeziehungen der beiden Betreuungsformen sinnvoll und erforderlich.

Das Stadtschulamt Frankfurt am Main fördert diese Kooperation im Rahmen des Modellprojekts Gemeinsam für Familien! in dessen Verlauf Frankfurter Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen konkrete, familienorientierte Kooperationsmodelle in der Praxis entwickeln.

Auftrag

Das Stadtschulamt Frankfurt hat das IKJ mit der Konzeptionierung und Durchführung dieses Projektes in der Zeit von April 2015 bis Juni 2017 beauftragt.

Ziele

  1. In einem moderierten Arbeitsprozess entwickeln Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen, Trägervertreter/innen der Kindertageseinrichtungen und Fachdienste der Kindertagespflege konkrete Kooperationsmodelle für ihren Sozialraum
  2. Die zu entwickelnden Kooperationsmodelle tragen den folgenden 3 Feinzielen Rechnung:
    1. Auf Grundlage des gemeinsamen Auftrags und der Gleichrangigkeit nach SGB VIII verfolgen Fachkräfte der Kindertagesstätten und Kindertagespflegepersonen gemeinsame Ziele zum Wohl des Kindes und seiner Familie
      Beispiel: Familien werden frühzeitig und partnerschaftlich über beide Betreuungsformen, ihre Konzepte und Profile informiert und erfahren eine passgenaue Beratung, die sich am Wohl des Kindes und am Bedarf seiner Familie orientiert
    2. Sie gehen bei der Zielformulierung vom Bedarf der Familien im Sozialraum aus und beziehen Familien in geeigneter Weise in ihre Kooperationsentwicklung mit ein
    3. Maßnahmen zur Zielerreichung fördern die Kooperation auf mindestens 2 der folgenden 4 Ebenen:
      1. Fachliche Ebene (gemeinsame fachliche Bezüge, Themen, Inhalte)
      2. Individuelle Ebene (Profil der Kita, Profil Kindertagespflege)
      3. Beziehungsebene (Begegnungen zum wechselseitigen Kennenlernen, gemeinsame Erlebnisse, Beziehungsaufbau und -pflege)
      4. Strukturelle Ebene (Veränderung/Weiterentwicklung von Strukturen, um die Zusammenarbeit zu sichern)

Modellstandorte

Das Projekt wird an folgenden 3 Modellstandorten der Stadt Frankfurt durchgeführt:

  1. Gallus
  2. Bockenheim
  3. Westend Nord/Dornbusch

An jedem der 3 Standorte bildete sich eine Arbeitsgruppe, die sich jeweils zusammensetzt aus:

  • Fachkräften der Kindertageseinrichtungen, inklusive Leitung
  • Kindertagespflegepersonen
  • Trägervertreter/innen
  • Fachdienst für Kindertagespflege
  • Elternvertreter/innen
  • Kooperationspartner/innen

Weitere Informationen

Gerne stehe ich Ihnen als Projektleitung auch persönlich für Nachfragen zur Verfügung (per Mail an d.macsenaere@ikj-mainz.de oder telefonisch unter 06131 – 94797-42).

Projektleitung: Daniela Macsenaere (IKJ)