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Hilfen zur Erziehung

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 beschäftigt sich das IKJ schwerpunktmäßig im Bereich der Hilfen zur Erziehung. Ausgangspunkt war die Durchführung der Jugendhilfe-Effekte-Studie (JES). Aus den Erkenntnissen dieser Grundlagenforschung entwickelte das IKJ gemeinsam mit Einrichtungsleitern und Verbandsvertretern das Qualitätsentwicklungsverfahren EVAS (Evaluation erzieherischer Hilfen), das größte Dokumentationssystem für Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität im Bereich der Hilfen zur Erziehung in Deutschland. Ausgehend von den damit gesammelten Erfahrungen ergaben sich mehrere Forschungsprojekte, die entweder über Drittmittel oder direkt von den Auftraggebern finanziert wurden: Im Projekt EST! werden die vom Bayerischen Landesjugendamt entwickelten Sozialpädagogischen Diagnosetabellen in der Anwendung in Jugendämtern evaluiert. In dem von der Aktion Mensch unterstütztem Forschungsvorhaben Effizienz wurde ein Verfahren entwickelt, das Kosten und Effekte erzieherischer Hilfen in Relation setzt und Aussagen zum volkswirtschaftlichen Nutzen macht.
Seit Jahren bietet das IKJ zudem IT-Lösungen - ob Webportale für die verschiedenen Verfahren oder komplette Client-Server Software - für unsere Zielgruppen an. Dieser Bereich wird zudem durch die Kooperation mit der Daarwin Beratungsgesellschaft mbH gestärkt.
Auf der Basis von EVAS wurde mit Einrichtungen und ihren Jugendämtern ein Verfahren zur Wirkungsorientierten Steuerung im Dialog, der WOS-Manager, entwickelt. Er ermöglicht Jugendämtern und Einrichtungen, die gemeinsam für die Durchführung der Hilfen zuständig sind im Dialog die Hilfeentscheidung, den Hilfeverlauf und die Wirkung, den Erfolg, der Hilfe zu evaluieren. Die Auswertungen und Ergebnissen der Evaluation bilden die Grundlage für Entscheidungen und Steuerungsprozesse. Eine konsequente Weiterentwicklung des dialogischen Gedankens stellt das Jugendhilfe-Navi für Jugendämter und das Jugendhilfe-Cockpit für Einrichtungen dar.
Zurzeit richtet sich das IKJ zunehmend international aus. So findet mit dem Leonardo da Vinci geförderten Projekt TRAIN-KOSOZIAL ein Innovationstransfer in 5 Länder (Deutschland, Österreich, Luxemburg, Spanien, Bulgarien) statt. Zudem fungiert das IKJ als Evaluator und Mitveranstalter des FICE-Welt-Kongresses im Oktober 2013 in Bern (http://www.fice-congress2013.ch/kongress-congress/kongress-ch-2013).